Warum sind Tablets im Unterricht sinnvoll?
Tablets bieten viele Vorteile für den Schulalltag. Sie ermöglichen interaktives Lernen, den Zugriff auf digitale Lehrmaterialien und erleichtern die Zusammenarbeit zwischen Schülern und Lehrkräften. Durch spezielle Lern-Apps lassen sich Inhalte spielerisch vermitteln, und mit digitalen Notizfunktionen können Kinder ihre Mitschriften organisieren. Ein weiterer Vorteil: Digitale Schulbücher und Arbeitsmaterialien reduzieren das Gewicht des Schulranzens. Auch für Schüler mit Lernschwierigkeiten oder Beeinträchtigungen bieten Tablets unterstützende Funktionen wie Sprachausgabe oder Vergrößerungsmöglichkeiten.
BYOD - eigene Geräte in der Schule und zu Hause nutzen
Sollen die Endgeräte regelmäßig sowohl in der Schule als auch zu Hause eingesetzt werden, dann empfiehlt sich die sogenannte BYOD-Variante. BYOD steht für "Bring Your Own Device" und ermöglicht eine 1:1 Ausstattung aller Schüler und Schülerinnen mit mobilen Endgeräten, indem Eltern die Tablets privat für ihre Kinder besorgen (so genannte elternfinanzierte Projekte). Ein solcher Ansatz hat zahlreiche Vorteile:
- Nachhaltige Förderung der Medienkompetenz durch den Einsatz im Unterricht sowie zu Hause bei den Hausaufgaben oder zum selbstständigen digitalen Lernen.
- Lernende übernehmen Verantwortung für ihre Geräte und deren reibungslosen Einsatz (z. B. Akkuladestand überprüfen, Apps installieren, Software aktualisieren)
- Das Know-how im Umgang mit verschiedenen Soft- und Hardwarelösungen wird kontinuierlich erweitert.
- Schülerinnen und Schüler werden von passiven Konsumenten zu aktiven Produzenten digitaler Inhalte.
Welche technischen Anforderungen sollte ein Schul-Tablet erfüllen?
Nicht jedes Tablet ist für den Unterricht geeignet. Hier sind die wichtigsten technischen Kriterien:
- Betriebssystem und Kompatibilität: Viele Schulen geben Empfehlungen für bestimmte Betriebssysteme wie Android, iOS oder Windows. Achten Sie darauf, dass das Tablet mit den Lernplattformen und Apps der Schule kompatibel ist.
- Display und Stiftunterstützung: Ein gutes Tablet für die Schule sollte ein mindestens 10 Zoll großes Display mit hoher Auflösung haben. Eine Stiftunterstützung ist von Vorteil, um Notizen und Zeichnungen anzufertigen.
- Leistung und Speicherplatz: Damit das Tablet reibungslos läuft, sollte es
- mindestens 4 GB Arbeitsspeicher (RAM) haben,
- einen schnellen Prozessor besitzen und
- mindestens 64 GB internen Speicher bieten oder erweiterbar sein. - Akkulaufzeit: Das Tablet sollte eine Akkulaufzeit von mindestens acht bis zehn Stunden haben, damit es einen ganzen Schultag durchhält, ohne zwischendurch geladen werden zu müssen.
- Robustheit und Schutzhülle: Da das Tablet täglich im Schulalltag genutzt wird, sollte es robust und sturzsicher sein. Eine stoßfeste Schutzhülle und eine Displayschutzfolie sind empfehlenswert.
- Konnektivität: WLAN ist ein Muss, aber auch Bluetooth und ein Kopfhöreranschluss können nützlich sein. Falls Ihr Kind auch unterwegs Zugriff auf das Internet benötigt, könnte ein Modell mit LTE oder 5G sinnvoll sein.
Welche Sicherheitsmaßnahmen sind wichtig?
Tablets im Schulalltag müssen nicht nur funktional, sondern auch sicher sein. Der Schutz persönlicher Daten und die Kontrolle über die Nutzung sind essenziell, um eine sichere und produktive Lernumgebung zu gewährleisten. Dabei spielen sowohl technische Vorkehrungen als auch pädagogische Maßnahmen eine Rolle.
Eltern und Lehrkräfte sollten sicherstellen, dass die Tablets über geeignete Kindersicherungen verfügen. Viele Betriebssysteme bieten die Möglichkeit, Nutzerprofile mit altersgerechten Einschränkungen einzurichten. So können Eltern festlegen, welche Apps genutzt werden dürfen und wie lange das Gerät täglich verwendet werden kann. Zudem ist es hilfreich, regelmäßige Gespräche über eine verantwortungsvolle Nutzung zu führen.
Kinder sollten frühzeitig lernen, persönliche Daten wie ihren Namen, ihre Adresse oder Kontaktinformationen nicht unbedacht im Internet preiszugeben. Schulen und Eltern können hierbei unterstützen, indem sie auf die Datenschutzrichtlinien der verwendeten Lernplattformen achten und den sicheren Umgang mit Passwörtern vermitteln.
Damit das Tablet sicher bleibt, sollten Betriebssystem- und App-Updates regelmäßig durchgeführt werden. Diese schließen Sicherheitslücken und verbessern die Leistung des Geräts. Zudem empfiehlt es sich, ungenutzte Apps zu deinstallieren, um Speicherplatz zu sparen und mögliche Sicherheitsrisiken zu minimieren.
Während viele moderne Tablets bereits über integrierte Sicherheitsfunktionen verfügen, kann zusätzliche Schutzsoftware sinnvoll sein. Ein Virenscanner sowie ein Werbe- und Tracking-Blocker helfen, schädliche Inhalte zu vermeiden. Außerdem sollten Tablets vorzugsweise in sicheren, passwortgeschützten Netzwerken genutzt werden, um das Risiko von Cyberangriffen zu minimieren.
Neben technischen Sicherheitsmaßnahmen ist es wichtig, Kinder für den bewussten Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren. Dies umfasst unter anderem die Unterscheidung zwischen verlässlichen und unseriösen Quellen sowie die kritische Reflexion von Online-Inhalten. Schulen können durch Medienkompetenz-Trainings dazu beitragen, dass Schüler und Schülerinnen sich sicher in der digitalen Welt bewegen.
Durch eine Kombination aus technischer Sicherheit, Datenschutzbewusstsein und pädagogischer Begleitung wird das Tablet zu einem wertvollen Werkzeug im Schulalltag, das Lernen und Kreativität fördert, ohne Risiken einzugehen.
Wie Eltern ihre Kinder optimal auf die Nutzung von Tablets im Schulalltag vorbereiten
Eltern spielen eine entscheidende Rolle dabei, ihre Kinder auf den sinnvollen Einsatz von Tablets im Schulalltag vorzubereiten. Zunächst sollten sie gemeinsam mit dem Kind grundlegende Funktionen des Tablets erkunden, etwa das Öffnen von Schul-Apps, das Speichern von Dokumenten und das Nutzen von Notizfunktionen. Es ist hilfreich, feste Nutzungszeiten festzulegen, um eine gesunde Balance zwischen digitalem und analogem Lernen zu gewährleisten. Mario Mohrmann, Jugendschutzbeauftragter beim Amt für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg, ging im Interview auf die wichtigsten Fragen zu Handy- und Tablet-Nutzung von Kindern ein.
Zudem sollten Kinder für den sicheren Umgang mit dem Internet sensibilisiert werden. Dazu gehören das Erkennen seriöser Quellen, der Schutz persönlicher Daten und der verantwortungsbewusste Umgang mit Online-Kommunikation. Indem Eltern sich aktiv mit den schulischen Anforderungen und digitalen Lernmethoden auseinandersetzen, können sie ihr Kind optimal unterstützen. In einem Interview erklärte Niedersachsens Digitalbotschafterin Silke Müller, womit Kinder und Jugendliche im Netz konfrontiert werden und wie sich Eltern am besten verhalten, um ihre Kinder zu begleiten und gemeinsam einen Umgang mit potenziellen Gefahren zu finden.
Das ideale Tablet für den Schulgebrauch
Ein gutes Schul-Tablet sollte leistungsstark, robust und sicher sein. Achten Sie darauf, dass es mit den Anforderungen der Schule kompatibel ist und über ausreichende Speicher- und Sicherheitsfunktionen verfügt. Neben der technischen Ausstattung sind auch Datenschutz und Kindersicherungen wichtige Aspekte. Mit der richtigen Wahl wird das Tablet zum wertvollen Begleiter im Schulalltag.